Blasenentzündung

Apotheker Dr. Klaus Schirmer gibt in diesem team santé pharmcast Tipps zu Harnwegsinfekten und weist nachdrücklich darauf hin, dass eine Blasenentzündung, die nicht binnen 48 Stunden zum Abklingen gebracht werden kann, raschest in ärztliche Behandlung gehört.

Eine begonnene Behandlung ist unbedingt zu Ende zu führen, da wiederkehrende Entzündungen den gesamten Nieren- und Blasenbereich befallen können.
Typische Symptome und Beschwerden:
  • Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen
  • Erschwerte Blasenentleerung
  • Ständiger Harndrang, ohne dass viel Urin gelassen werden kann
  • Dunkelfarbiger Urin, evtl. mit Blut vermischt
  • Schmerzen und Krämpfe im Unterleib
Ursachen und Risiken:
  • Kondome, Diaphragmen, Spermizide, Intimsprays
  • Verzögertes Wasserlassen nach dem Sex
  • Schwangerschaft und Geburt
  • Östrogenmangel  
  • Prostatavergrößerung
  • Harnsteine, die den normalen Urinabfluss stören
  • Zuckerkrankheit (Typ I und Typ II)
  • Medikamente (z.B. Cortison, Antibiotika)
Treten während der Behandlung Fieber oder Flankenschmerz auf, können dies Symptome für eine Nierenbeckenentzündung sein. Unbedingt den Arzt kontaktieren!
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WAS KANN MAN
SELBER TUN?

Sie möchten die Gefahr einer Blasenentzündung gering halten? Dann beherzigen Sie folgende Tipps:

Trinken Sie jeden Tag mindestens zwei bis drei Liter Wasser und nützen Sie die spülende Wirkung von Nieren- und Blasentees.

Die Inhaltsstoffe von Preiselbeer- und Cranberry-Saft versprechen eine besonders positive Wirkung auf die Harnwegsorgane.

Schieben Sie das Wasserlassen nie hinaus. Achten Sie darauf, die Blase ganz zu entleeren (nehmen Sie sich Zeit).

Planen Sie relativ bald nach dem Geschlechtsverkehr einen Besuch auf der Toilette ein.

Achten Sie bei der Reinigung nach dem Stuhlgang auf Hygiene (nicht Richtung Scheide wischen)!

Erkundigen Sie sich in Ihrer team santé Apotheke nach pflanzlichen entzündungshemmenden Mitteln.