Wie viel Sonne ist gesund?

Mag. pharm. Christa Wenkoff informiert in diesem team santé pharmcast über den richtigen Umgang mit UV-Strahlen, um Sonnenschäden zu vermeiden.

Denn einerseits ist die Sonne unser Freund: Der Körper braucht sie zur Bildung von Vitamin D, ihre Strahlen erhöhen Lebenslust und Wohlbefinden. Lux heißt Licht und liegt unserem Wort Laune zugrunde!

Andererseits: Zu viel Sonne, vor allem während der Kindheit, führt beim Erwachsenen zu Pigmentflecken und vorzeitiger Hautalterung. Nach jedem Sonnenbrand entwickeln sich rund 40 Pigmentmale. Mehr als 50 Muttermale gelten schon als Risikofaktor für schwarzen Hautkrebs.
Kinder sind speziell gefährdet. Hier die Grundregeln zur Anwendung von Sonnenschutz bei Kindern bis 12 Jahren:
Babys Im ersten Lebensjahr keine Sonnenschutzmittel verwenden, nicht direkt der Sonne aussetzen
1 bis 3 JahreKeine direkte Sonnenbestrahlung, prinzipiell nur Sonnenprodukte mit physikalischem Filter
4 bis 12 Jahre Kinder-Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 30 bis 50 und Textilien mit UV-Schutz
Bei direkter, längerer Sonnenbestrahlung sollten Kinder immer einen Sonnenhut mit Nackenschutz und eine Sonnenbrille mit UV-Schutz tragen.
© Covermotiv: Birgit H. / pixelio.de


SONNENSCHUTZ
RICHTIG ANWENDEN

Nicht erst draußen eincremen: Tragen Sie den Sonnenschutz auf, bevor Sie ins Freie gehen.

Sparen Sie nicht bei der Menge: Bei Erwachsenen dürfen es ca. 30ml pro Anwendung sein.

Benutzen Sie an Schwimm- und Badetagen unbedingt Produkte mit wasserfestem Schutzfilm.

Nach dem Abtrocknen sollten Sie das Sonnenschutzmittel immer komplett neu auftragen.

Cremen Sie Gesichtspartien wie Lippen, Nase, Ohren und Stirn besonders sorgfältig ein.

Schützen Sie Ihre Haut auch im Schatten durch einen ausreichend hohem Lichtschutzfaktor.

ACHTUNG: Mehrfaches Auftragen des Sonnenschutzes verlängert die Schutzzeit nicht!