Husten

Husten ist eine Abwehrfunktion des Körpers und dient der Reinhaltung der Atemwege. Durch ihn entfernt der Organismus Fremdkörper, Giftstoffe und Keime aus den Atemwegen. Daher ist Husten keine eigenständige Krankheit, sondern immer nur ein Symptom!

Im team santé pharmcast warnt Apotheker Dr. Klaus Schirmer davor, die Sache auf die leichte Schulter zu nehmen: Dauert ein Husten länger als 7 Tage, muss die Ursache auf jeden Fall abgeklärt werden.
Bei Husten unterscheidet man:
Banaler Erkältungshusten
Auslöser ist meist eine Erkältung, anfangs mit trockenem Reizhusten, später wird Schleim abgehustet. Zähflüssiger Auswurf und Fieber sowie Schmerzen in der Brust deuten auf akute Bronchitis hin. Bei rotbraunem Auswurf und hohem Fieber ist eine Lungenentzündung zu befürchten. Hat Ihr Kleinkind schwere, krampfartige Hustenanfälle mit lautem, keuchendem Einatmen, ist professionelle Hilfe vonnöten: Ziehen Sie den Kinderarzt bei!
Reizhusten
Eine akute Reizung der Atemwege durch Zigarettenrauch oder Staub führt zum Hustenreflex. Ursachen für länger anhaltenden Reizhusten sind Bronchialasthma oder Nebenwirkungen durch Medikamente (ACE-Hemmer). In manchen Fällen ist Reizhusten das einzige Symptom einer kleinen Lungenembolie.
Produktiver Husten
Hier wird reichlich Schleim produziert, um die Schleimhaut der Lunge zu schützen. Da dieser Schleim auch einen Nährboden für diverse Mikroorganismen darstellt, ist hier Schleimverdünnung und Abhusten immer sehr sinnvoll!
Bluthusten
Das Aushusten von blutigem Schleim macht vielen Betroffenen Angst. Jedoch haben einmalige, geringe Blutspuren oft vergleichsweise harmlose Ursachen wie kleine Verletzungen im Rachenraum, Zahnfleisch- oder Nasenbluten. Allerdings: Bei Bluthusten sollte immer ärztlicher Rat eingeholt werden.
Chronischer Husten
Dauert ein Husten länger als 3 Wochen, dies ist immer verdächtig und verlangt unbedingt nach ärztlicher Klärung, um keine langfristigen Schäden zu verursachen.


WAS KANN MAN
SELBER TUN

Hausmittel
Ein Löffel Honig lindert nächtlichen Hustenreiz bei Kindern besser als so mancher Hustensaft. Weitere Hausmittel sind Zwiebelsud und salzige Suppen.

Dampf, Salz und Öl
Inhalationen mit Meersalz sind nur zielführend mit elektronischem Inhalator. Sonst bleibt das Salz lediglich zurück und das Wasser verdampft. Ätherische Öle wie Kamille, Salbei oder Pfefferminze wirken hingegen auch mit simpler "Topf-und-Handtuch"-Technik!.

Viel Trinken
Wichtig ist es, auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Gut eignen sich Teesorten wie Eibe, Malve, Süßholz und Thymian.

Schleimlösende Arzneien
Helfen bei produktivem Husten. Durch die Medikamente wird der Organismus in seiner natürlichen Abwehrreaktion unterstützt.

Hustenstillende Arzneien
Diese sollten nur bei Reizhusten und wenn möglich nur abends eingenommen werden, da sie den Verdauungsprozeß verlangsamen.