Listerien

Listerien sind Bakterien, die eine Infektionskrankheit namens Listeriose verursachen können. Die Krankheit bricht bis zu acht Wochen nach Aufnahme der Bakterien aus, es kommt zu Fieber, Durchfällen, Blutvergiftungen und Hirnhautentzündungen. Doch der Nachweis von Listerien im Körper ist nicht immer möglich. Viele Erkrankungen werden daher gar nicht erkannt.

"Listerien sind anspruchslos", erläutert Apotheker Nikolai Wenkoff im team santé pharmcast. "Sie brauchen kaum Nährstoffe und sind kältetolerant, deshalb vermehren sie sich sogar in vakuumverpackten Lebensmitteln, die im Kühlschrank liegen."
Speziell betroffen: Nicht sachgerecht hergestellte, unerhitzte tierische Lebensmittel, vor allem Rohmilch und Rohmilchkäse, aber auch Fleisch und Fisch. Pflanzliche Lebensmittel sind im Allgemeinen weniger kontaminiert.

Die industrielle Produktion von Lebensmitteln erhöht das Risiko. Dem versucht man durch entsprechende Hygiene-Maßnahmen zu begegnen.

Aber keine Panik: Die Zahl der Listeriose-Erkrankungen ist überraschend niedrig. Eine Infektion verläuft bei gesunden Menschen meist harmlos. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika: In 70 Prozent der Fälle kann so die Erkrankung gestoppt werden.
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WER MUSS
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  • Kleinkinder
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  • Aids- und Krebspatienten
  • Diabetiker

Besonders für schwangere Frauen ist Listeriose gefährlich, da eine Infektion fatale Folgen für das ungeborene Kind haben kann. Es kann zur Frühgeburt, schweren Schädigungen oder sogar zum Absterben des Fötus kommen. Die Schwangere hingegen bemerkt die Infektion oft nicht einmal.