Ohrenschmerzen

Ohrenschmerzen, so erklärt Apotheker Dr. Klaus Schirmer in diesem team santé pharmcast, können zwar mit Tropfen und Schmerzmitteln bekämpft werden - aber damit verschwindet nur das Symptom, nicht die Ursache!
Überblick über die häufigsten Ursachen:
  • Entzündungen des äußeren Ohres durch Bakterien oder Viren
  • Entzündungen des Mittelohres, häufig bei Kindern und als Folge einer Erkältung
  • Verschluss der Ohrtrompete als Folge einer Erkältung oder im Flugzeug
  • Ohrenschmalz, das den Gehörgang verstopft
  • Zahnschmerzen, die bis in das Ohr ziehen
  • Fremdkörper, die ins Ohr eingedrungen sind - z.B. Insekten
  • Erfrierungen der Ohrmuscheln - z.B. beim Wintersport
Welcher Art sind Ihre Schmerzen?
Ohrenschmerzen können sich sehr unterschiedlich anfühlen: Ist der äußere Gehörgang betroffen, sind die Schmerzen meist von Juckreiz und Hörstörungen begleitet. Bei Mittelohrentzündungen treten pulsierende Schmerzen, hohes Fieber, Hörstörungen und Druckgefühl auf. Bei verändertem Luftdruck kommt es häufig zum Verschluss der Ohrtrompete und schmerzhaften Hörstörungen.

Wie vermeidet man Ohrenschmerzen?
Setzen Sie Wattestäbchen nur gelegentlich zur Reinigung der Ohren ein. Mit einem Reinigungsspray oder Ohrentropfen schonen Sie den Gehörgang wesentlich mehr und unterstützen seinen Selbstreinigungsmechanismus.

Auch bei Kindern: Augenmerk auf die Ohren
Schützen Sie im Freibad die Gehörgänge Ihrer Kinder vor Bakterien und Viren. Etwas Badewatte in den Ohren hält mögliche "Eindringlinge" draußen. Und: Verstopfte Nasenschleimhäute zählen zu den häufigsten Ursachen für schmerzende Ohren. Achten Sie daher bei Kindern auf eine freie Nase.
Wann zum Arzt?
  • Beim geringsten Verdacht auf Mittelohrentzündung
  • Ohrenschmalzpfropf verlegt den Gehörgang
  • Starke Schmerzen, hohes Fieber oder Sekretabsonderung
  • Schwere Entzündungen des äußeren Gehörganges
  • Starke Erfrierungen der Ohrmuscheln
  • Mit Säuglingen und Kleinkindern immer sofort zum Arzt
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WAS KANN MAN
SELBER TUN

Entzündung des Außenohrs
Behandeln und Vorbeugen mit Glycerin- oder Alkoholmischungen als Ohrentropfen.

Mittelohrentzündung
Setzen Sie rasch Schleimlöser und abschwellende Nasentropfen ein, um Neben- und Stirnhöhlen zu entleeren. Nehmen Sie ggf. ein Schmerzmittel - dann zum Arzt!

Ohrtrompetenentzündung
Es empfiehlt sich, die Atemwege mit Nasentropfen freizuhalten. Kamillendampfbäder und Rotlicht helfen gut.

Ohrenschmalz
Kann mit einem Ohrenspray oder Paraffin-Tropfen gelöst und dann leicht entfernt werden. Im Fall von Verhärtung besser den HNO-Arzt aufsuchen.

Luftdruckveränderung
Halten Sie sich bei geschlossenem Mund beide Nasenflügel zu und atmen sie vorsichtig mit der Nase gegen diesen Druck.

Erfrierungen an den Ohren
Zur Vorbeugung die Ohren mit Fettsalbe schützen. Erwärmen mit warmen Tüchern führt zu raschem Abklingen der Schmerzen.