Die Pille danach

Seit Dezember 2009 ist die Pille danach in Österreichs Apotheken rezeptfrei erhältlich. Mag. pharm. Christa Wenkoff informiert im team santé pharmcast zu diesem wirksamen Hormon-Präparat, das im Notfall eine ungewollte Schwangerschaft nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr verhindern kann.

Bitte beachten Sie:
  • Die Pille danach muss so früh wie möglich eingenommen werden - maximal innerhalb von 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr.
  • Kommt es nach der Einnahme innerhalb von 3 Stunden zu Erbrechen, sollte die Einnahme wiederholt werden.
  • Bestehende Schwangerschaften kann die Pille danach nicht unterbrechen. Auch ist kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten gegeben.
  • Die Pille danach schützt im selben Zyklus nur einmal, in der restlichen Zeit muss trotzdem verhütet werden.
  • Das Präparat stört den Menstruationszyklus und eignet sich nicht als regelmäßige Verhütungsmethode. Am besten nachher zur Kontrolle zum Gynäkologen!
Wie sicher ist die "Pille danach"?
Sie wirkt umso sicherer, je früher sie zum Einsatz kommt. In den ersten 24 Stunden zu 95%, nach 48 Stunden zu 85%, ab Tag 3 sinkt die Wirksamkeit auf knapp unter 60%. Nach der Einnahme folgt die übliche Regelblutung, die sich etwas verzögern kann. Setzt sie aber nicht innerhalb von 5 bis 7 Tagen ein, führen Sie bitte einen Schwangerschaftstest durch.

Mögliche Nebenwirkungen
Das Präparat ist keine Hormonbombe, trotzdem kann es durch die hohe Dosis des Hormons Gestagen zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Schwere Risiken sind nicht bekannt. Selten treten Kopfschmerz, Schwindel, Müdigkeit, Ziehen im Unterbauch oder Spannungsgefühl in den Brüsten auf und verschwinden nach 1 bis 2 Tagen.


DIE SPIRALE
DANACH

Die Spirale danach ist vor allem dann eine Alternative, wenn es für die Pille danach bereits zu spät ist oder wenn Frauen auf keinen Fall eine hormonelle Notfallverhütung möchten.

Der Frauenarzt setzt dazu eine Kupfer-Spirale in die Gebärmutter ein - dies muss innerhalb von fünf Tagen nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr geschehen. Dabei kann es zu krampfartigen Schmerzen im Unterleib kommen.

Eine Schwangerschaft wird mit 99%iger Sicherheit verhindert.