Lexikon der Spurenelemente

Spurenelemente sind lebenswichtig, der Körper benötigt sie aber nur in sehr geringen Mengen - etwa für die Bildung von Schilddrüsenhormonen, zur Blutbildung und für gesunde Zähne.  Das Fehlen dieser essentiellen Nährstoffe kann schwere Mangelerscheinungen hervorrufen, wie Anämie bei Eisenmangel oder Stoffwechselstörungen bei Jodmangel.
Chrom
Reguliert den Blutzuckerspiegel als Co-Faktor des Insulins. Stärkt die Immunabwehr, verbessert die Aufnahme von Sauerstoff und Zucker. Mangel führt langfristig zu Diabetes. Enthalten in Fisch, Gemüse, Melasse, Bierhefe, Porree, Nüssen, Käse.
Eisen
Verantwortlich für die rote Farbe des Blutes und wichtig für den Sauerstofftransport. Mangelsymptome sind Müdigkeit, Kopfschmerzen sowie Wachstumsstörungen von Haut, Nägeln und Haaren. Schwerer Eisenmangel führt zu Blutarmut. Gute Lieferanten sind Bohnen, Hirse, Nüsse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, grünes Gemüse, Innereien.
FluorNicht lebensnotwendig, aber verantwortlich für Wachstum und Schutz der Zähne. Übermäßige Zufuhr führt zu fleckiger Verfärbung, in schweren Fällen zur Braunfärbung. Enthalten in Wasser, Walnüssen, Sojabohnen, Fisch, Vollkornprodukten, schwarzem Tee.
Jod
Der Körper enthält nur etwa 14 Milligramm, das Fehlen dieser geringen Menge hat aber weitreichende Folgen. Jodmangel führt zur Vergrößerung der Schilddrüse (Kropf). Der tägliche Bedarf wird durch jodiertes Speisesalz und Fisch gedeckt.
Kobalt
Fördert als Bestandteil des Vitamin B12 eine Bedeutung und fördert die Bildung roter Blutkörperchen. Mangel führt zur Verkümmerung der Magenschleimhaut und Problemen bei der Blutbildung. Enthalten in Nüssen, Kohl, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Leber, Niere, Fleisch, Fisch.
KupferNotwendig zur Blutbildung. Mangelerscheinungen sind Karies, Blutarmut, schlechte Herzdurchblutung, häufige Infektionen, Gelenksentzündungen und Probleme mit der Schilddrüse. Enthalten in Gurken, Nüssen, Hirse, Hülsenfrüchten, Leber, Eigelb, Fisch.
Mangan
Hilft bei der Zuckerverwertung. Unter Manganmangel leiden oft Allergiker, Asthmatiker, Epileptiker, Diabetiker und Rheumatiker. Der tägliche Bedarf wird durch den Konsum von Schalentieren und Spinat gedeckt.
MolybdänWichtiger Bestandteil der Enzyme für DNS und die Erbsubstanz RNS. Mangelsymptome oder Vergiftungen sind nicht bekannt. Der tägliche Bedarf wird auf 0,1 - 0,5 Milligramm geschätzt.
SelenSchützt die Zellen, stärkt die Abwehrkräfte und wirkt entgiftend. Mangelerscheinungen sind erhöhte Infektions- und Krebsanfälligkeit, Bluthochdruck, Infarktgefahr, Rheuma, Leberfunktionsstörungen und vorzeitige Alterung. Enthalten in Nüssen, Weizenkeimen, Getreide, Fisch, Meerestiere, Innereien, Eiern.
Silicium
(Kieselerde)
Das Spurenelement für die Schönheit, lebensnotwendiger Bestandteil für alle festen Gewebe. Ein Mangel zeigt sich durch erschlafftes Bindegewebe, stumpfe, gespaltene Haare, Hautjucken, Probleme mit dem Zahnfleisch und brüchige Fingernägel. Enthalten in Hirse, Brennnesseln, Kieselerde.
Zink
Für den Abtransport des Kohlendioxyds mitverantwortlich. Mangelerscheinungen sind nässende Hautausschläge, bei Überschuss Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Enthalten in Vollkorngetreide, Milchprodukten, Fleisch und Fisch. Achtung: Erhöhte Calcium- und Manganzufuhr stört die Zinkaufnahme.
VanadiumWichtig für Knochen, Zähne, Blutfette und Blutzucker-Senkung. Mangelerscheinungen bei Menschen sind nicht bekannt. Enthalten in Soja, Maiskeimen, Austern, Sonnenblumen- und Erdnussöl.
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© Covermotiv: Rainer Sturm / pixelio.de